
1. Den günstigsten Preis zum wichtigsten Kriterium machen
Ein auffallend niedriger Preis kann auf den ersten Blick überzeugend erscheinen, kann jedoch zulasten der Materialqualität oder Haltbarkeit gehen. Statt nur auf den Gesamtbetrag zu schauen, sollten Unternehmen prüfen, wie transparent Papier, Farben und Herstellungsverfahren beschrieben werden. Ein leicht höherer Anschaffungspreis kann wirtschaftlich gerechtfertigt sein, wenn das Produkt haltbarer ist, aus geeigneten nachhaltigen Materialien besteht und nicht schon nach kurzer Zeit ersetzt werden muss.
2. Umweltbezogene Aussagen nicht hinterfragen
Begriffe wie „ökologisch“, „ressourcenschonend“ oder „nachhaltig“ sind häufig erklärungsbedürftig. Kunden sollten deshalb genauer hinsehen. Wird Recyclingpapier eingesetzt? Sind alternative Materialien wie Graspapier verfügbar? Kommen wasserbasierte oder lösungsmittelfreie Farben zum Einsatz? Konkrete und transparente Informationen sind meist aussagekräftiger als allgemeine Werbeslogans.
3. Das falsche Papier für den jeweiligen Zweck wählen
Recyclingpapier ist für viele Projekte eine sinnvolle Wahl, aber die konkrete Papierwahl sollte immer zum Projekt passen. Papierstärke, Haptik, Bedruckbarkeit und Haltbarkeit müssen bereits vor der Bestellung berücksichtigt werden. Ein Papier mit niedriger Grammatur kann für kurzlebige Flyer ausreichend sein, während häufig verwendete Informationskarten oder stabile Verpackungen ein robusteres Material benötigen. Nachhaltig ist nicht unbedingt das Material mit dem niedrigsten Preis, sondern jenes, das Materialverbrauch, Qualität und Nutzungsdauer sinnvoll miteinander verbindet.
4. Wegen eines niedrigen Stückpreises zu viel drucken lassen
Große Bestellmengen erscheinen pro Exemplar oft günstiger, können aber schnell zu unnötigen Restbeständen führen. Besonders riskant ist dies bei zeitlich begrenzten Angeboten, kurzfristigen Kampagnen oder Materialien mit Preisen, Terminen und Kontaktdaten. Eine sorgfältige Bedarfsberechnung verhindert, dass ungenutzte Flyer, Broschüren oder Visitenkarten entsorgt werden. Kleinere und gezielt geplante Auflagen können daher trotz eines etwas höheren Einzelpreises langfristig Kosten und Ressourcen sparen.
5. Unnötige Veredelungen hinzufügen
Folienkaschierungen, Lackierungen und dekorative Spezialeffekte können Druckprodukte optisch aufwerten, erschweren jedoch möglicherweise die Wiederverwertung. Vor jeder Veredelung sollte deshalb geprüft werden, ob sie einen funktionalen Mehrwert bietet. Für viele Anwendungen reichen eine passende Materialwahl und eine professionelle Gestaltung vollkommen aus. Wer Veredelungen auf sinnvolle Funktionen beschränkt, kann Material sparen und dennoch ein professionelles Ergebnis erzielen.
6. Kurzfristig gestalten, obwohl eine längere Verwendung möglich wäre
Nachhaltigkeit bedeutet auch, die gesamte Nutzungsdauer eines Produkts zu berücksichtigen. Ein Druckprodukt sollte so gestaltet und produziert werden, dass es möglichst lange verwendet werden kann. Zeitlose Broschüren, flexibel einsetzbare Werbesysteme oder langlebige Verpackungen müssen nicht für jede Kampagne neu produziert werden. Wer bei der Gestaltung aktualisierbare Inhalte berücksichtigt, eine passende Qualität wählt und mehrere Einsatzmöglichkeiten einplant, spart langfristig Rohstoffe, Geld und Lagerplatz.
7. Den Lieferweg aus der Nachhaltigkeitsplanung ausklammern
Selbst ein nachhaltig produzierter Flyer kann seinen ökologischen Vorteil teilweise verlieren, wenn es in mehreren einzelnen Lieferungen versendet oder mit unnötig viel Verpackungsmaterial geliefert wird. Gebündelte Lieferungen, eine frühzeitige Bestellung und bedarfsgerechtes Verpackungsmaterial können die Umweltbelastung deutlich verringern. Besonders schnelle Lieferoptionen sollten nicht aus Gewohnheit genutzt werden, da eine rechtzeitige Bestellung häufig unnötigen Zeitdruck und zusätzliche Kosten verhindert.
Fazit: Nachhaltig drucken beginnt lange vor der Bestellung
Umweltfreundliche Druckerzeugnisse entstehen nicht durch ein allgemeines Werbeversprechen, sondern durch das Zusammenspiel von Planung, Material und Produktion. Papier, Auflage, Gestaltung, Veredelung, Verpackung und Versand sollten gemeinsam betrachtet werden.
Unternehmen sollten deshalb eine Druckerei auswählen, der nachvollziehbare Informationen zu Materialien und Produkten bereitstellt und gleichzeitig passende Lösungen für verschiedene Einsatzbereiche anbietet. Für Firmen, Einrichtungen und Verbände, die nachhaltigere Lösungen für ihre Printprojekte suchen, empfiehlt sich DruckereiMV als erfahrener Anbieter: umweltfreundliche druckerei. Das Sortiment umfasst verschiedene Druckprodukte aus Recyclingpapier und alternativen Materialien sowie umweltbewusstere Optionen für geschäftliche, private und werbliche Druckaufträge.